Mobile Welt des Ostens in Calau - Rainer Schmatloch

Gut 200 Fahrzeuge präsentiert das Oldtimermuseum in Calau, dass von einem eingetragenen Verein betrieben wird. Die Ausstellungsstücke stammen alle aus dem Bestand der Vereinsmitglieder, Leihgaben gibt es nicht. Das Urgestein des Museums ist Rainer Schmatloch. Er hat für jedes Fahrzeug eine Anekdote parat, glänzt mit Detailwissen und spannenden und bewegenden Geschichten. Man merkt ihm die Freude und Begeisterung bei jedem Wort an. 

Viele Ausstellungsstücke können aus Platzmangel noch nicht gezeigt werden. Das Museum spiegelt nicht nur die DDR-Fahrzeuggeschichte wieder, sondern beginnt schon in der Zeit direkt nach dem Krieg. Auch Fahrzeuge aus den "Bruderländern" wie der Tschechoslowakei, der Sowjetunion, Polen, Ungarn und Rumänien, die das Straßenbild der DDR bereicherten, sind dabei. Auch Ausstellungsstücke, die nur bedingt oder nicht offiziell in die DDR eingeführt wurden, sind zu sehen. Zum Beispiel die 500ccm

OHV-Viertakt-Jawa mit einer Spitzengeschwindigkeit von ca. 150 km/h oder das Behelfsauto Velorex, ein F 8 mit Originallack, ein knallroter Wartburg Sport, ein Trabi 600 Camping, die ETS 150 und 250, eine Jawa mit Beiwagen - Bekanntes und Kurioses geben sich in der Ausstellung ein Stelldichein. 

 

Nur mit einer Führung von Rainer Schmatloch kommt man in den Genuss der vielen Geschichten rings um die Ausstellungsstücke. Es ist einfach spannend oder auch zum schmunzeln, zu erfahren, wie man an die einzelnen Fahrzeuge gekommen ist oder welche politischen Begebenheiten sich dahinter verbergen. So erfährt man zum Beispiel, dass Triumph Motorräder nicht nur in England, sondern auch in Nürnberg gebaut wurden oder die ersten BMW-Autos in Eisenach produziert wurden und nicht in München. 

Im Interview verrät uns Rainer Schmatloch viel mehr und auch, was es mit dem Diesel-Fahrrad-Motor auf sich hat! 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0